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Statt Gleitzone heißt es ab 01.07.2019 Übergangsbereich

Das Gesetz zur Änderung der Gleitzone in den Übergangsbereich ist seit Juli 2019 in Kraft. Welche Änderungen sind für Unternehmen wichtig?

 

Meine Empfehlung: Achten Sie bereits vor Beschäftigungsbeginn auf einige Grundregeln. Denn wenn erst mal die Betriebsprüfer Ihre Lohndaten sichten, kann es teuer werden mit einer Nachzahlung zu den Sozialversicherungsbeiträgen. Je nachdem, wie lange der Mitarbeiter schon in Ihrem Betrieb arbeitet, sogar erheblich. 

 

In diesem Beitrag erhalten Sie einen Einblick in die Grundregeln zum Übergangsbereich.

 

Zunächst einmal geht es um den Begriff: was ist der Übergangsbereich?

Hierbei ist ein Arbeitseinkommen gemeint, was zwischen 450,01 € und 1300,- € im Monat beträgt.

Was heißt das nun für die Sozialversicherungsbeiträge?

Es besteht Sozialversicherungspflicht in allen Zweigen der Sozialversicherung. (Krankenkasse, Pflegekasse, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung). Es werden also Beiträge für alle Bereiche berechnet.

Dabei gibt es eine klare Regel:

Der Arbeitgeber zahlt den halben Beitrag

Der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin einen reduzierten Beitrag.

Beispiel (reduzierter Sozialversicherungsbeitrag):

Mara Baum arbeitet als Restaurantfachfrau und erhält dafür 1000,- € monatlich. Sie ist in der Steuerklasse I, kein Kind

 

Mara Baum

Arbeitgeber

LSt

O,00 €

0,00 €

Soli

0,00 €

0,00 €

KSt

0,00 €

0,00 €

KV

71,52 €

77,50 €

PV

16,47 €

15,25 €

RV

85,80 €

93,00 €

AV

11,54 €

12,50 €

Summe

185,33 €

198,25 €

 

Was sind die Vorteile für Arbeitnehmer, die Sie als Arbeitgeber nennen können?

Hier werden reduzierte Arbeitnehmerbeiträge an die Sozialversicherungen abgeführt

Es gibt keine geminderten Rentenansprüche, dass heißt, die Beiträge zur Rentenversicherung werden voll angerechnet. Das ist wichtig, wenn später einmal eine Rente berechnet werden soll.

Wie ist das nun mit dem regelmäßigen Arbeitsentgelt? Was zählt denn genau dazu?

Dazu gehören:

·      Der Stundenlohn

·       Das Festgehalt

·       Die Einmalbezüge

Nicht dazu gehören beispielsweise beitragsfreie Arbeitsentgelte.

Im Beitragsrecht der Sozialversicherung gibt es genaue Formulierungen, was unter dem regelmäßigen Arbeitsentgelt zu verstehen ist. Hier ist das Arbeitsentgelt aufgrund eines Rechtsanspruches, beispielsweise durch einen Tarifvertrag, eine Betriebsvereinbarung oder eine Einzelabsprache gemeint.

Spannend ist hier, dass eine Prognose über das zu erwartende Arbeitsentgelt in der Regel zu Beginn einer Beschäftigung erfolgen sollte. Hierbei ist darauf zu schauen, ob der Mitarbeiter irgendwann im Laufe der Beschäftigung über den Übergangsbereich hinauskommt und somit höhere Sozialversicherungsbeiträge fällig werden. Dazu sehen Sie später ein Beispiel.

Dies ist vor allem bei saisonbedingten unterschiedlichen Arbeitsentgelten der Fall. Hier sollte dann eine Schätzung des regelmäßigen Betrages vorgenommen werden, um auch bei evtl. Prüfungen auf der sicheren Seite zu sein.

 

 

 

 

 

Kai Schulz arbeitet seit dem 01.01.2018 in Ihrer Kaffeebar.

Monatliches Entgelt                                 900,00 €

Entgelt im August und September        300,00 €

Hier kommt die Vorausberechnung:

Regelmäßiges Arbeitsentgelt: (900 x 10 Monate + 300 x 2) : 12 = 800,00 €

Damit ist Ihr Mitarbeiter Kai Schulz im Übergangsbereich.

 

 

 

 

 

Kai Schulz arbeitet auch seit dem 01.01.2018 in Ihrer Kaffeebar und zusätzlich in der Bar „Hugo“.

Monatliches Entgelt in Ihrer Kaffeebar   470,00 €

Monatliches Entgelt in der Bar „Hugo“  320,00 €

                                                        gesamt 790,00 €            

Beide Arbeitsverhältnisse zusammengerechnet gehören zum Übergangsbereich mit reduzierten Sozialversicherungsbeiträgen für Kai Schulz.

 

 

 

 

 

Mara Baum hat den Arbeitgeber gewechselt und verdient nun erheblich mehr.

Ab 01.07.2019 erhält sie ein monatliches Arbeitsentgelt von 1100,00 €

Im November bekommt sie eine Einmalzahlung von 1650,00 €

Regelmäßiges Arbeitsentgelt: (1100 x 6 + 1650) : 6 = 1375,00 €

Kein Fall mehr für den Übergangsbereich!

Und schon mit dem Abschluß des Arbeitsvertrages ist klar, dass volle Sozialversicherungsbeiträge anfallen.

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